1. Wildfire

1.1 Modellstand und Serienkontext

Frühe Serie 2025

Die 2025 ausgelieferte Wildfire ist im Corpus erstmals als tatsächlich bei Kunden befindliches Serienfahrzeug ausführlich dokumentiert. Die Videos Anfang 2025 behandeln Inbetriebnahme und Wartung; das Video vom Juli 2025 dokumentiert konkrete Kinderkrankheiten der ersten Fahrzeuge.

Aussagen aus 2024 über Prototypen oder geplante Ausstattung werden deshalb nicht automatisch als Serienstand übernommen.

Quellen: sES7isshqSA, 2025-02-10; WxbyTzuztqo, 2025-02-10; um1W3DjQcl0, 2025-07-18.

2026er Änderungen

Das Video 2026er Infos, Upgrades und Retrofits beschreibt umfangreiche Änderungen an kommenden Modellen und Nachrüstungen. Mehrere Punkte waren zum Veröffentlichungszeitpunkt noch in Entwicklung oder Homologation, insbesondere ABS. Sie werden daher nicht pauschal als bereits ausgelieferte Serienausstattung behandelt.

Quelle: jJBgjeWSGyY, 2025-11-28.


1.2 Inbetriebnahme und grundlegende Bedienung

Dieser Abschnitt ist bewusst detailliert. Die Hersteller-Serie von Februar 2025 richtet sich ausdrücklich an Besitzer, die ihre Wildfire gerade erhalten haben.

Vor der ersten Fahrt

Der Hersteller empfiehlt vor dem Losfahren insbesondere:

  1. Sichtkontrolle des Fahrzeugs.
  2. Batterie einschalten. Der Batterieschalter befindet sich unter der vorderen Verkleidung/Tankabdeckung. Die Fahrzeuge wurden laut Video mit ausgeschalteter Batterie versendet.
  3. Reifendruck prüfen.
  4. Lenkschloss entriegeln.
  5. Spiegel passend einstellen.
  6. Nach dem Einschalten Blinker, Fernlicht, Hupe und insbesondere das Bremslicht mit beiden Bremshebeln prüfen.
  7. Reifen gelegentlich auf Fremdkörper, Risse und sonstige Beschädigungen kontrollieren.

Der Hersteller weist darauf hin, dass das Bluetooth-Modul des BMS auch im abgestellten Zustand Energie benötigt. Bei längerer Standzeit soll die Batterie deshalb ausgeschaltet werden.

Quelle: sES7isshqSA, 2025-02-10; ergänzend WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Reifendruck

Im Wartungsvideo nennt Black Tea für die Wildfire ausdrücklich 2,5 bar vorne und hinten. Hinten könne etwas höher gefahren werden; manche Fahrer verwenden laut Video bis zu 3 bar, wobei das Fahrverhalten dann härter werde.

Der Hersteller empfiehlt eine Kontrolle vor Fahrten bzw. wenigstens etwa alle zwei Wochen. Besonders der hintere Schlauchreifen ist bei zu niedrigem Druck problematisch: Durch das hohe Motordrehmoment kann sich der Reifen/Schlauch relativ zur Felge bewegen und der Schlauch am Ventil beschädigt werden.

Hinweis: Der Corpus liefert hier keine differenziertere offizielle Vorgabe für vorne/hinten als die genannten 2,5 bar beziehungsweise optional höheren Druck hinten. Andere Werte aus Handbuch, Reifenfreigabe oder Community-Wissen sind nicht Bestandteil dieser Video-Auswertung.

Quellen: sES7isshqSA, 2025-02-10; WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Lenkschloss und zusätzliche Sicherung

Das mechanische Lenkschloss wird mit dem großen schwarzen Schlüssel bedient. Im Video wird der Lenker zum Verriegeln nach rechts gestellt und das Schloss hochgefahren/eingerastet.

Black Tea bezeichnet das Lenkschloss selbst nicht als besonders starke Diebstahlsicherung und empfiehlt zusätzlich ein weiteres Schloss, etwa am Hinterrad oder an der Bremsscheibe.

Quelle: sES7isshqSA, 2025-02-10.

Fahrzeug einschalten und fahrbereit machen

Für den im Video gezeigten 2025er Serienstand:

  1. Batterie einschalten.
  2. Auf der Fernbedienung die Blitz-Taste zweimal in normalem Doppelklick-Abstand drücken. Zu schnelles Drücken werde teilweise nicht erkannt.
  3. Roten Fahrfreigabe-/Not-Aus-Schalter in die Betriebsposition bringen. Im Video gilt: eingedrückt = aus, herausstehend = an.
  4. Den darunterliegenden schwarzen Taster kurz drücken. Er entspricht funktional dem Startertaster eines Verbrennungsmotorrads.
  5. Im Display erscheint der aktive Fahrmodus. Erst wenn Eco/Normal/Sport angezeigt wird, ist das Motorrad fahrbereit.
  6. Für die erste Fahrt empfiehlt der Hersteller Normal statt sofort Sport.

Wenn unklar ist, ob das geräuschlose Elektromotorrad fahrbereit ist, soll auf die Fahrmodusanzeige geachtet werden. Wird der rote Schalter gedrückt, verschwindet die Fahrfreigabe; beim Drehen am Gasgriff fährt das Fahrzeug dann nicht los.

Quelle: sES7isshqSA, 2025-02-10.

Fahrmodi

Am Lenker stehen drei Modi zur Verfügung:

  • 1 = Eco
  • 2 = Normal
  • 3 = Sport

Die technischen Strom-/Drehmomentparameter dahinter können bei Fardriver-fähigen Fahrzeugen konfigurierbar sein; siehe Abschnitt 1.6.

Quelle: sES7isshqSA, 2025-02-10; gkjPalgxTsA, 2024-10-15.

Bremsen

Die Wildfire besitzt im dokumentierten 2025er Stand:

  • linker Bremshebel = Kombibremse vorne + hinten
  • rechter Bremshebel = Vorderradbremse

Black Tea empfiehlt, Reifen und Bremsen während der ersten ungefähr 100 km einzufahren und in dieser Zeit nicht maximal aggressiv zu fahren. Als Begründung werden der Aufbau von Reifengrip und das Einlaufen der Sinterbremsbeläge auf den Bremsscheiben genannt.

Quelle: sES7isshqSA, 2025-02-10.

Fahrzeug abstellen

Die im Video gezeigte Reihenfolge:

  1. Fahrzeug zum Stillstand bringen.
  2. roten Schalter betätigen, sodass keine Fahrfreigabe mehr besteht;
  3. Seitenständer ausklappen und Fahrzeug abstellen;
  4. auf der Fernbedienung die Taste mit dem offenen Schloss drücken, um das Fahrzeug auszuschalten;
  5. Lenker nach rechts und Lenkschloss verriegeln;
  6. Batterie ausschalten;
  7. nach Möglichkeit zusätzliche mechanische Sicherung verwenden.

Die Taste mit dem geschlossenen Schloss aktiviert die Alarmanlage. Im Video wird deren Verwendung nicht besonders empfohlen; sie blockiert bei Auslösung auch das Hinterrad.

Quelle: sES7isshqSA, 2025-02-10.

Display, Tageskilometer und Ladezustand

Black Tea empfiehlt, den Tageskilometerzähler nach einer vollständigen Ladung zurückzusetzen. Im Wartungsvideo wird dafür der obere linke Displayknopf einige Sekunden gehalten. So lässt sich die persönliche Reichweite anhand der seit der Ladung gefahrenen Kilometer abschätzen.

Die Balkenanzeige für den Ladezustand wird ausdrücklich als ungenau beschrieben. Der Hersteller empfiehlt stattdessen:

  • Spannungsanzeige im Display im Stand und ohne Leistungsabgabe ablesen;
  • oder für genauere Batteriedaten die Bluetooth-BMS-App verwenden.

Im Video werden als grobe Orientierung genannt:

  • 116–117 V: voll geladen;
  • 102–104 V: ungefähr mittlerer Bereich;
  • unter 90 V: sehr leer / Ende des nutzbaren Bereichs nähert sich.

Unter Last sinkt die Spannung sichtbar ab und steigt nach Wegnahme der Leistung wieder. Deshalb ist die Anzeige während der Fahrt nicht direkt mit dem Ruhezustand vergleichbar.

⚠ Abgrenzung: Eine feinere Prozenttabelle wie 117 V = 100 %, 108 V = 80 % usw. wird im ausgewerteten Wartungstranscript nicht vollständig ausgesprochen. Sie wird daher in dieser rein video-basierten Wissensbasis nicht ergänzt.

Quelle: WxbyTzuztqo, 2025-02-10.


1.3 Wartung, Fahrwerk, Räder und Bremsen

Grundausstattung für einfache Wartung

Im Wartungsvideo zeigt Black Tea unter anderem:

  • Bremsenreiniger;
  • WD-40 beziehungsweise ein Korrosionsschutzmittel;
  • Gummihammer für bestimmte vorsichtige Montagearbeiten;
  • großen und kleineren Drehmomentschlüssel;
  • 6-mm- und 5-mm-Inbus;
  • 12-mm-Schlüssel für gezeigte Bremsverschraubungen;
  • Torx T30 für verschiedene M6-Edelstahlschrauben;
  • Speichenschlüssel.

WD-40 bzw. ölhaltiger Schutz darf nicht auf Bremsscheiben oder Bremsbeläge gelangen.

Quelle: WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Drehmoment-Referenz aus dem Hersteller-Wartungsvideo

Die folgenden Werte werden im Video konkret genannt:


Bauteil / Verschraubung Herstellerangabe im Video ——————————– —————————————- Hinterachse / Motormuttern links mindestens 120 Nm, 150 Nm empfohlen und rechts

Vorderachse 120 Nm

Schwingenachse M12 etwa 30–40 Nm

M8 mit 6-mm-Inbus, u. a. 25 Nm Lenker/Bremsbefestigungen und weitere gezeigte M8-Punkte

gezeigte Bremsverschraubungen ungefähr 20–25 Nm, Hersteller mit 12-mm-Schlüssel arbeitet dort teilweise „nach Gefühl“

M6 mit 5-mm-Inbus an gezeigten ungefähr 15–20 Nm Verkleidungs-/Schwingenpunkten


⚠ Wichtig: Diese Tabelle bildet die gesprochenen Angaben im Video ab und ist keine vollständige offizielle Drehmomenttabelle. Bei sicherheitskritischen Arbeiten ist eine modell-/bauteilspezifische Primärreferenz vorzuziehen.

Für die Vorderachse beschreibt Black Tea eine selbstsichernde Mutter. Nach Demontage soll die Sicherungsmutter nicht beliebig wiederverwendet werden.

Quelle: WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Lenkkopflager

Besonders im ersten Jahr könne Nachstellen nötig sein. Der Hersteller beschreibt kleine Korrekturen an der Lagereinstellung — eher Viertel-/halbe Umdrehungen statt grober Verstellung.

Als grobe Funktionskontrolle wird gezeigt, dass der Lenker nicht völlig ungebremst nach links oder rechts fallen soll. Die Einstellung soll nicht unnötig stark angezogen werden.

Quelle: WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Reifen

Neben dem Luftdruck sollen Reifen regelmäßig auf Risse, Fremdkörper und sonstige Beschädigungen geprüft werden.

Im Wartungsvideo nennt Black Tea für Reifen und Bremsbeläge grob eine Größenordnung von 14.000–15.000 km als mögliche Lebensdauer bzw. Wechselzeitpunkt. Das ist erkennbar eine allgemeine Erfahrungsangabe und kein festes Wechselintervall; Fahrweise und Zustand sind entscheidend.

Quelle: WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Speichen

Black Tea empfiehlt die Speichen mindestens ein- bis zweimal jährlich zu kontrollieren, insbesondere am Hinterrad. Die höhere Belastung hinten wird mit dem Antriebsmoment begründet.

Prüfmethode im Video:

  1. Speichen anschlagen;
  2. eine deutlich dumpfer klingende Speiche kann locker sein;
  3. lose Speiche vorsichtig nachziehen, bis wieder Spannung vorhanden ist.

Für diese Einstellung nennt der Hersteller im Video kein exaktes Drehmoment.

Vorne seien lockere Speichen wesentlich seltener. Bei einer oder zwei gebrochenen Speichen beschreibt das Video die Situation nicht als unmittelbaren Notfall; äußere Speichen lassen sich leichter ersetzen als innere. Bei mehreren — im Video etwa vier oder fünf — gebrochenen Speichen soll nicht einfach weiter ignoriert werden.

⚠ Sicherheitshinweis: Diese Aussage ist eine Wiedergabe des Hersteller-Videos, keine allgemeine Freigabe zum Weiterfahren mit gebrochenen Speichen.

Quelle: WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Bremsen

Bremsscheiben und Beläge können mit Bremsenreiniger gereinigt werden. WD-40 und andere gleitende/ölige Pflegemittel dürfen nicht auf die Reibflächen gelangen.

Auch bei starker Rekuperationsnutzung sollen die mechanischen Bremsen regelmäßig benutzt werden; ansonsten können Beläge/Scheiben rosten oder quietschen.

Im Video wird außerdem empfohlen, die Belagstärke gelegentlich visuell zu prüfen.

Quellen: WxbyTzuztqo, 2025-02-10; gkjPalgxTsA, 2024-10-15.

Federvorspannung hinten

Bei höherer Zuladung, insbesondere Soziusbetrieb, soll die Federvorspannung erhöht werden, damit das Motorrad nicht zu tief einsinkt beziehungsweise bei Unebenheiten aufsetzt.

Beim gezeigten Federbein:

  1. silbernen Einstellring drehen;
  2. Einstellung links und rechts identisch vornehmen;
  3. verbleibendes Gewinde auf beiden Seiten messen, um Gleichstand herzustellen;
  4. Einstellung mit der kleinen Sicherung/Mutter fixieren; im Video wird dafür ein 3-mm-Werkzeug genannt.

Mehr Vorspannung macht die Feder selbst nicht härter. Sie verändert den Ausgangspunkt/Sag: Das Fahrzeug sinkt unter Last weniger tief ein und es bleibt mehr nutzbarer Federweg.

Quelle: WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Zugstufe hinten

Unten am Federbein befindet sich die Zugstufeneinstellung:

  • nach links → schnelleres Ausfedern;
  • nach rechts → langsameres Ausfedern.

Die Klicks sollten links und rechts gleich eingestellt werden. Black Tea beschreibt eine eher schnelle Zugstufe beim schweren Radnabenmotor als bevorzugten Ausgangspunkt, bezeichnet die genaue Einstellung aber auch als abhängig von Fahrer, Beladung und persönlichem Fahrgefühl.

Quelle: WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Korrosionsschutz und Reinigung

Viele schwarz lackierte Strukturteile der Wildfire werden im Video als Stahl beschrieben; Lenkkopf und bestimmte weitere Bauteile seien Aluminium. Geeignete Metallteile können mit WD-40 beziehungsweise Schutzfilm gegen Korrosion behandelt werden.

Nicht auf Bremsen aufbringen. Auch Sitz und 3D-gedruckte Tankabdeckung werden im Video von dieser WD-40-Pflege ausgenommen und normal gereinigt.

Quelle: WxbyTzuztqo, 2025-02-10.

Wartungsintervalle — Grenze des Video-Corpus

Das Wartungsvideo enthält viele konkrete Kontrollen, aber die aus anderen Unterlagen bekannten Tabellen mit 10 Fahrstunden / 20 Fahrstunden / 6 Monaten werden im vorhandenen Transcript nicht als vollständiger Wartungsplan ausgesprochen.

Ebenso lässt sich ein allgemeines 12.000-km-/2-Jahres-Inspektionsintervall aus den ausgewerteten Video-Transkripten nicht belastbar ableiten.

Diese Angaben werden deshalb hier bewusst nicht aus externem Handbuch- oder Community-Wissen ergänzt. Für eine spätere kombinierte Wissensbasis wäre das Handbuch die sinnvollere Quelle.


1.4 Bekannte Kinderkrankheiten der frühen 2025er Wildfire

5-V-DC/DC-Wandler

Eine fehleranfällige Charge kleiner 12-V-auf-5-V-Wandler kann dazu führen, dass der Gasgriff kein brauchbares Signal erhält.

Diagnosehinweis des Herstellers: Wird ohne Fahrmodus am Gasgriff gedreht, piept der Controller normalerweise, weil er das Gasgriffsignal erkennt, aber keine Fahrfreigabe hat. Bleibt dieses Piepen aus und reagiert das Fahrzeug nicht auf Gas, kann der 5-V-Wandler ursächlich sein.

Quelle: um1W3DjQcl0, 2025-07-18.

Falsche Controllerwerte

Bei frühen Fahrzeugen mussten Werte teilweise manuell eingetragen werden. Deshalb kamen Fehlkonfigurationen vor.

Für Max Line Current nennt der Hersteller bei einer Wildfire mit einer Batterie rund 130 A als guten Startwert. Werte um 260–270 A gehören eher zu einer Zwei-Batterie-Konfiguration.

Quelle: um1W3DjQcl0, 2025-07-18.

BMS-Neustart

Wenn sich die Wildfire nach einem unerwarteten Abschalten nicht mehr einschalten lässt, zeigt der Hersteller einen Neustart über die BMS-App. Im Video wird für die erweiterten Einstellungen der werkseitige Code 123456 genannt; er kann geändert werden.

Nach Software-Restart kann die Batterie zusätzlich aus- und wieder eingeschaltet werden.

Quelle: um1W3DjQcl0, 2025-07-18.


1.5 Laden

Grundprinzip

Die Wildfire besitzt einen Typ-2-Anschluss; das eigentliche Ladegerät ist im Motorrad verbaut. Das mitgelieferte Schuko-zu-Typ-2-Kabel beschreibt Black Tea ausdrücklich eher als Kommunikations-/Anschlussgerät als als externes Ladegerät.

Im Corpus werden Onboard-Charger mit ungefähr 2 kW, 3,3 kW und 6,6 kW behandelt.

Quelle: ogP50oc5wkk, 2025-07-23.

Laden an Schuko

Am im Video gezeigten Schuko-Kabel lassen sich 6, 8, 10, 13 oder 16 A einstellen. Black Tea empfiehlt grundsätzlich die höchste Einstellung von 16 A. Das Fahrzeug beziehungsweise sein Onboard-Charger nehme nur die Leistung auf, die es verwenden kann.

Vorgehen im Video:

  1. Schuko-Ladekabel mit der Steckdose verbinden.
  2. Kommunikations-/Bedienteil starten lassen.
  3. Mit dem mittleren Knopf zwischen Power und Time wechseln; durch längeres Drücken lässt sich die Stromstärke ändern.
  4. gewünschten Strom vor dem eigentlichen Laden einstellen; empfohlen werden 16 A.
  5. Typ-2-Stecker am Motorrad anschließen.
  6. Ladebeginn kontrollieren.

Bei Schuko ist die Leistung unabhängig vom 6,6-kW-Onboard-Charger durch den Anschluss begrenzt. Im Video werden ungefähr 3,3–3,6 kW als praktische Obergrenze dieser Konstellation beschrieben.

Bei zwei eingebauten Batterien verteilt sich die Gesamtleistung: Beispiel im Video 3,6 kW gesamt ≈ 1,8 kW pro Batterie.

Quelle: ogP50oc5wkk, 2025-07-23.

Ladeende und Typ-2-Sicherheit

Der Hersteller erklärt, dass der Typ-2-Anschluss beim Abziehen die Leistungsübertragung kontrolliert unterbricht; dadurch sollen beim normalen Trennen keine Lichtbögen/Funken entstehen.

Für den praktischen Ablauf empfiehlt sich, zuerst die Fahrzeugverbindung und anschließend die Netzseite zu trennen, wie im Video demonstriert.

Quelle: ogP50oc5wkk, 2025-07-23.

Wallbox

An einer Wallbox soll die bereitgestellte Stromstärke nicht unnötig niedrig begrenzt werden. Im Video wird für den 6,6-kW-Charger eine Wallbox-Einstellung bis 32 A gezeigt.

Wichtig: Die Wildfire lädt mit dem dokumentierten 6,6-kW-System einphasig. Eine 11- oder 22-kW-Wallbox kann ihre Nennleistung dreiphasig angeben; daraus folgt nicht, dass die Wildfire 11 oder 22 kW aufnehmen kann.

Das Video zeigt praktisch, dass je nach Wallbox/Installation nur etwa 3,6 bis 4,6 kW einphasig zur Verfügung stehen können, obwohl ein 6,6-kW-Charger verbaut ist.

Hinweis: Die im Video diskutierten deutschen Anschluss-/Genehmigungsregeln sind zeit- und installationsabhängig und werden hier nicht als allgemeine elektrotechnische Rechtsauskunft übernommen.

Quelle: ogP50oc5wkk, 2025-07-23.

Öffentliche Ladesäulen

Für 2- und 3,3-kW-Onboard-Charger beschreibt Black Tea öffentliche Typ-2-Säulen als weitgehend unproblematisch, da der Charger selbst die niedrigere Aufnahmeleistung vorgibt.

Beim 6,6-kW-Charger hängt das Verhalten zusätzlich von Batterieanzahl und BMS-Stand ab.

Quelle: ogP50oc5wkk, 2025-07-23.

6,6-kW-Charger mit einer Batterie

Diese Kombination wird in der frühen Serie als problematisch beschrieben. Eine einzelne Batterie akzeptiert die volle Ladeleistung nicht in allen Konstellationen; an leistungsfähigen Wallboxen/Ladesäulen kann es zu Ladeabbrüchen kommen.

Genannte Lösungswege:

  1. zweite Batterie, damit sich die Leistung verteilt;
  2. BMS-Firmware, welche die Ladeleistung auf niedrigere Stufen begrenzt.

Im Juli 2025 war die zweite Lösung teilweise noch angekündigt und wird deshalb nicht als für alle Fahrzeuge bestätigter Serienstand behandelt.

Quellen: um1W3DjQcl0, 2025-07-18; ogP50oc5wkk, 2025-07-23.

Ladeleistung nimmt bei hohem SOC ab

Im Wallbox-Beispiel ist ein Akku bereits über 90 % beziehungsweise bei ungefähr 113 V. Die Ladeleistung liegt dort nur noch bei rund 4 kW, obwohl die verwendete Infrastruktur mehr bereitstellen könnte. Der Hersteller führt das auf den hohen Ladezustand zurück.

Quelle: ogP50oc5wkk, 2025-07-23.


1.6 Controller und Fardriver

Max Line Current

Allgemeines Controller-Video Oktober 2024:

  • Wildfire mit 1 Batterie: bis ca. 140 A;
  • Wildfire mit 2 Batterien: bis ca. 280 A.

Problemvideo Juli 2025:

  • etwa 130 A als konservativer Startwert für frühes Ein-Batterie-Fahrzeug.

Das ist kein zwingender Widerspruch: 140 A ist ein allgemeiner oberer Wert, 130 A wird im Diagnosekontext als guter Ausgangspunkt genannt.

Quellen: gkjPalgxTsA, 2024-10-15; um1W3DjQcl0, 2025-07-18.

Line Current versus Phase Current

  • mehr Line Current → mehr Batterieleistung/Spitzenleistung, tendenziell mehr Verbrauch;
  • mehr Phase Current → mehr Drehmoment/Beschleunigung, aber deutlich höhere Motorwärme.

Quelle: gkjPalgxTsA, 2024-10-15.

Gasgriff

Das Video nennt ungefähr 0,3–0,4 V in Ruhestellung und Gasannahme ab ungefähr 0,6–0,7 V. Als oberer Gasgriffwert werden rund 4,6 V genannt. Ohne konkreten Grund empfiehlt der Hersteller keine Änderung.

Quelle: gkjPalgxTsA, 2024-10-15.

Field Weakening

Field Weakening dient dazu, oberhalb der natürlichen Motordrehzahl zusätzliche Geschwindigkeit zu erreichen, erzeugt aber zusätzliche Wärme. Der Hersteller warnt vor extremen Überschreitungen der natürlichen Nenndrehzahl.

Quelle: gkjPalgxTsA, 2024-10-15.

Fahrmodi

Sport basiert auf den global eingestellten Maximalwerten. Eco und Normal können als prozentuale Line-/Phase-Current-Anteile und mit RPM-Limits konfiguriert werden. Damit lassen sich Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit getrennt beeinflussen.

Quelle: gkjPalgxTsA, 2024-10-15.


1.7 BMS und Controller — Rollen trennen

Bei der Wildfire sind Controller- und Batterieinformationen getrennt:

  • Fardriver/Controller: Motor, Phasenstrom, Batteriestrom auf Controllerseite, Fahrmodi, Gasgriff, Rekuperation, Temperaturen, Motor-Autolearn.
  • BMS-App: reale Batteriedaten, Zellinformationen, Batteriestatus sowie Restart-/Firmwarefunktionen.

Eine vom Controller berechnete SOC-Anzeige ist nicht automatisch identisch mit dem tatsächlichen BMS-Ladezustand.

Quellen: gkjPalgxTsA, 2024-10-15; sES7isshqSA, 2025-02-10; um1W3DjQcl0, 2025-07-18.


1.8 Retrofits 2026

Für die Wildfire werden ebenfalls neuer Scheinwerfer, NFC/Keyless und CarPlay-/Android-Auto-Display beschrieben. Die mechanische und elektrische Umsetzung ist fahrzeugspezifisch; Bonfire-Anleitungen dürfen nicht 1:1 übertragen werden.

Bei vorhandener Controller-/CAN-Kommunikation empfiehlt der Hersteller, diese anzuschließen, auch wenn ältere Controllerstände nicht alle Daten liefern. Spätere Softwarestände können zusätzliche Informationen nutzbar machen.

Quelle: 9yRyZCVQnH0, 2026-02-03.